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Online-Shop Best Practices

So schaffen Sie einen Shop, in dem Menschen gerne stöbern und wie von Zauberhand die richtigen Produkte finden. Eine Anleitung mit Tricks für Online-Shop Betreiber mit dem Ziel, besser zu verkaufen.

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Hallo lieber Kunde!

Kapitel 1

Es ist Mittwoch. Sie möchten noch schnell ein Produkt kaufen, das Sie am Samstag brauchen. Welches Produkt genau? Das wissen Sie noch nicht. Klar könnten Sie jetzt in das nächste Shopping-Center fahren, die langen Gänge hinunterlaufen, sich durch die verschiedenen Stores kämpfen und die Regale durchforsten. Aber von hier aus ist es einfach praktischer. Sie müssen keinen Parkplatz suchen oder sich um die Öffnungszeiten kümmern. Auch der Transport zum Auto, in das Auto und an die Haustür fällt weg. Was Sie da an Zeit sparen. Hinzu kommt noch, dass Sie Waren finden, die der stationäre Handel gar nicht oder nur selten zu bieten hat. Toll!

Hier beginnt also Ihre Reise. Ein Laptop oder ein Handy vor sich, betreten Sie Ihren eigenen Online-Shop mit den Augen eines Besuchers. Legen Sie im ersten Kapitel Ihr Augenmerk auf das Ambiente, die Wirkung und den Stil Ihres Shops. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge? Stört etwas? Achten Sie bei Ihrer Reise darauf was Sie fühlen und denken, welche Emotionen angesprochen werden und welche Fragen in Ihrem Kopf auftauchen. Machen Sie sich Notizen.

E-Commerce Best Practice Tips

Tipp 1

Erzählen Sie eine Geschichte?

Gerade im digitalen Handel ist eine persönliche Kundenbeziehung schwer. Kunden kaufen jedoch bevorzugt bei Online-Shops, die ein Gesicht oder eine Geschichte haben. Es macht sie menschlicher, nahbarer, sympathischer und vertrauensvoller. Erzählen Sie von sich, warum gibt es Ihren Shop, worauf legen Sie wert, was treibt Sie an. Bilder von Ihren Mitarbeitern, dem Lager oder von Lieferanten übermitteln nicht nur Nähe, sondern schaffen auch Persönlichkeit.

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Tipp 2

Wo bin ich?

Achten Sie darauf, dass Besucher in Ihren Shop nicht immer über die Homepage gelangen. Sie erreichen Ihren Shop aus Suchmaschinen, Blogbeiträgen oder durch Social-Media-Verlinkungen. Nur bei entsprechendem Bekanntheitsgrad oder bei Offline-Werbung erreicht der Besucher den Shop über die manuelle Eingabe der Domain. Vermitteln Sie Ihren Besuchern möglichst direkt, um was es in Ihrem Shop geht. Geben Sie Ihnen auch Möglichkeiten von jeder Seite aus weiter zu stöbern, ohne den Zurück-Button des Browsers nutzen zu müssen.

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Tipp 3

Partizipationseffekt

Bekannte Marken-Logos in Ihrem Online-Shop zeigen, welche Art von Produkte Sie verkaufen - darüber hinaus verleiht es Ihrer Marke Authentizität und Prestige, wenn mit Branchenführern zusammenarbeitet wird. Hinweis: Vor Verwendung geschützter Markenzeichen sollte unbedingt Rechtsrat eingeholt werden!

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Tipp 4

Stories und Hintergründe

Bieten Sie Ihren Besuchern mehr als nur Regale voller Produkte. Schaffen Sie eine Atmosphäre die Wissen versprüht, Hilfe bietet und von Erfahrungen berichtet. Viele Besucher wissen noch gar nicht genau, was sie suchen. Sie möchten nur mal schauen oder sich informieren. Die richtigen Inhalte lassen Ihre Besucher nicht nur verweilen, sondern schaffen durch hintergründige Informationen Vertrauen und Orientierung. Pro-Tipp: Gute Inhalte werden nicht nur konsumiert, sondern auch sozial geteilt und führen zu mehr Sichtbarkeit, Brand Awareness und Neukunden!

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Stöbern und Produkte finden

Kapitel 2

Puhh. Das war ganz schön intensiv. Der erste Eindruck des Shops, die Wirkung, die Emotionen. So bewusst haben Sie Ihren Shop noch gar nicht erlebt. Sicherlich sind Ihnen schon viele Ideen gekommen, wie Sie noch besser Ihre Geschichte erzählen können, welche Bilder fehlen oder wie Sie besser mit Farben spielen können. Auch die Verwendung der Marken kann sicherlich noch ausgebaut werden. Und erst die Stories und Hintergründe. Eigentlich ganz einfach und einleuchtend - aber da kann noch so viel mehr gemacht werden... Haben Sie sich auch Notizen gemacht? Super. Aber eigentlich wollten Sie ja ein Produkt kaufen, oder?

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Tipp 5

Intuitive, klare Navigation

Das Hauptmenü bietet einen Überblick über die angebotenen Produktkategorien. Es hilft dem Nutzer den für ihn passenden Bereich schnell zu finden. Wichtig ist dabei die Übersichtlichkeit zu wahren und die Terminologien zu verwenden, die in der jeweiligen Kundengruppe üblich sind. Eine zu verzweigte Kategorisierung sollte vermieden werden. Die generelle Daumenregel besagt, dass ein Nutzer mit zwei bis drei Klicks an der gewünschten Stelle im Shop sein sollte.

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Tipp 6

Prominente Suchleiste auf jeder Seite

30% Ihrer Kunden nutzen die Suche, um bestimmte Produkte zu finden oder die Produktart einzugrenzen. Dabei ist die Kaufwahrscheinlichkeit fünf- bis sechsmal so hoch wie bei anderen Kunden. Gute Suchalgorithmen finden auch bei falscher Schreibweise die richtigen Artikel und bieten Filtermöglichkeiten zur Eingrenzung der Ergebnisse. Vorschläge beim Eintippen der Suche helfen den Kunden und bieten Ideen für andere Formulierungen.

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Tipp 7

Banner:

Eindeutige Aufrufe zum Handeln

Ermutigen Sie Ihre Besucher den Shop zu erkunden. Platzieren Sie Banner für besondere Aktionen, Angebote oder Neuigkeiten auf der Startseite und auf passenden Kategorie- und Produktseiten. Versehen Sie die Banner mit einem klaren Aufruf zum Handeln wie z.B. “Entdecken Sie unsere Winter-Collection”. Dabei ist der Handlungsaufruf durch einen Button hervorzuheben, um dem Besucher die Erreichbarkeit mittels eines Mausklicks zu visualisieren.

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Tipp 8

Thematische Kategorien

Gestalten Sie Kategorien im Look & Feel des Produktangebotes. Nutzen Sie ein Heldenbild und eine Beschreibung zur Darstellung der Produkte im richtigen Kontext. Dies fördert die Kundenbindung und bietet eine gute Möglichkeit über Suchmaschinen besser gefunden zu werden. SEO-Tipp: Verwenden Sie nützliche Informationen wie Anleitungen oder eine Kaufberatung. Auf diese Weise können Sie Kategorieseiten für verschiedene Long-Tail-Keywords optimieren.

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Tipp 9

Filter

Jedem Kunden sind andere Eigenschaften eines Produktes wichtig. Filter bieten hier eine einfache Möglichkeit passende Artikel schnell einzugrenzen und zu finden. Pro-Tipp: Achten Sie darauf, dass es verschiedene Filter je Produktkategorie gibt. Eine Unterscheidung zwischen Schuhgröße und Konfektionsgröße ist benutzerfreundlicher als eine Kombination aller Optionen “S,32,XL,XXL,33...” SEO-Tipp: Erstellen Sie aus sinnvollen Filter-Kombinationen zielführende Landingpages mit aufbereiteter Beschreibung und Bildern. Dies hilft nicht nur Ihren Besuchern, sondern kann auch auf Google durch mehr Relevanz höher gerankt werden.

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Tipp 10

Sortierung

Neben Filtern bietet die Sortierung eine einfache und schnelle Möglichkeit besonders relevante Produkte als Erstes anzuzeigen. Viele Kunden orientieren sich bei der Suche am Preis, dem Lagerstatus bzw. Lieferzeit oder aber an dem Verkaufsrang.

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Tipp 11

Bestseller

Menschen orientieren sich gerne an anderen Menschen. Ist das genaue Produkt nicht klar, orientieren sich viele an den Käufen anderer Kunden. Die Logik lautet: “Was viele kaufen kann nicht schlecht sein”. Bieten Sie Ihre Top-Artikel als separate Liste an. Achten Sie darauf, dass keine Gemischtwaren-Listen entstehen, sondern je Thematik eine Liste angeboten wird. Das bietet nicht nur mehrere erste Plätze, sondern reduziert auch die Entscheidung zwischen zu vielen (unnötigen) Optionen.

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Tipp 12

Hervorgehobene Produkte

Heben Sie ausgewählte Produkte besonders hervor, um eine Vorauswahl für den Kunden zu treffen. Einige Besucher sind von der Produktauswahl anfänglich überwältigt und suchen gezielt nach Orientierungsmöglichkeiten.

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Tipp 13

Lagerbestand

Eine schnelle Lieferung ist für viele Besucher entscheidend. Dementsprechend suchen Sie gezielt nach Produkten mit einem positiven Lagerbestand.

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Tipp 14

Produktbewertungen

Orientierung und Entscheidungshilfe bieten auch Produktbewertungen. Diese sollten schon in der Produktfindung angezeigt werden und filterbar sein.

YinYang

Abschließende Worte

Abspann

Innehalten. Sich einfach mal die Zeit nehmen, um das Tagtägliche aus anderer Perspektive zu erleben. Wie oft machen wir das? Ich viel zu selten. Lustigerweise versetze ich mich viel öfter in den Betrachtungswinkel eines Endkunden, eines Shopbesuchers, eines Käufers. Sie sind schlussendlich die Zielgruppe meiner Kunden. Gezielt antrainiert über die Jahre. Die Sicht meiner direkten Kunden, also der Shopbetreiber, lasse ich im ersten Moment außer Acht. Sie sitzen mit am Tisch, können für sich selbst sprechen. Und dennoch fällt hin und wieder auf, dass gerade hier so viel Potential liegt. Ideen, Lösungen, Hintergrundwissen und Kundenfeedback sind in den Köpfen aller Shopbetreiber und ihren Mitarbeitern. Alle aus verschiedenen Perspektiven. Der Marketing Manager sieht die Dinge aus einer ganz anderen Sicht als der Leiter der IT. Der Geschäftsführer hat eine andere Sicht als die Verkäufer in den Filialen. Doch eines eint sie. Sie alle haben das gleiche Ziel: Mehrwert bieten für den Endkunden für eine erfolgreiche, langfristige Kundenbeziehung. Darum sollten wir alle gemeinsam innehalten. Alle unsere Erfahrung, unser Wissen und unsere Gedanken in eine Schale werfen. Nicht nur diskutieren, sondern inspirieren. Wir sollten andere Blickwinkel mit unseren verbinden und daraus etwas Einzigartiges entstehen lassen. Lasst uns gemeinsam den Menschen in die Mitte stellen. Alles andere ergibt sich.

Was denken Sie darüber?

Ich würde mich über Ihr Feedback freuen.

Tobias Schneider
Eine leistungsfähige, flexible und langfristig skalierbare E-Commerce Plattform stellt heute die Basis für eine sichere Zukunft. Sie ist Teil jeder modernen Marke und Ausgangspunkt digitaler Markenkommunikation.
Tobias Schifftner Author, Gründer und Geschäftsführer

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